A Brighter Day Begins with His Word.

History of the Christian Church • VOLUME 7

352 THE GERMAN REFORMATION.

Schaff, Philip, 1819-1893 • Public-domain historical edition in the United States (published 1907); OCR from Internet Archive scan

352 THE GERMAN REFORMATION.

A.D. 1517 To 1580.

Dr. Krafft illustrates the dependence of Luther on the earlier version by

several examples (pp. 13-18). Mount, Matt. 5:21-27:—

THE NINTH BIBLE, 1483.

Habdt ir gehort, das gesaget ist den alten. du solt nit tédten, wellicher aber todtet. der wird schuldig des gerichts. Aber ich sag euch, daz ein yeglicher der do ztirnet seinem bruder. der wirt schuldig des gerichts. Der aber spricht zu seinem bruder. racha. der wirt schuldig des rats. Und der do spricht. tor. der wirt schuldig des hellischen fewrs. Darum ob du opfferst dein gab zu dem altar. und do wirst gedenckend. daz dein bruder ettwas hat wider dich, lasz do dein gab vor dem altar und gee zum ersten und versiine dich mit deim bruder und denn kum und opffer dein gab. Bis gehellig deim widerwertigen schyer. die weyl du mit im bist him weg. das dich villeycht der widersacher nit antwurt dem richter. und der richter dich antwurt dem diener und werdest gelegt in den kercker. Furwar ich sag dir. du geest nit aus von dannen. und das du vergeltest den letzten quadranten.

The following is from the Sermon on the

LUTHER’S NEW TESTAMENT, 1522.

Ihr habt gehortt, das zu den alten gesagt ist, du sollt nit todten, wer aber todtet, der soll des gerichts schuldig seyn. Ich aber sage euch, wer mit seynem bruder zurnit, der ist des gerichts schuldig, wer aber zu seynem bruder sagt, Racha, der ist des rads schuldig, wer aber sagt, du narr, der ist des hellischen fewers schuldig.

Darumb wen du deyn gabe auff den altar opfferst, un wirst alda eyngedenken, das deyn bruder ettwas widder dich hab, so las alda fur dem | altar deyn gabe, unnd gehe zuvor hyn, unnd versune dich mitt deynem bruder, unnd als denn kom unnd opffer deyn gabe.

Sey willfertig deynem widersacher, bald, dieweyl du noch mit yhm auff dem wege bist, auff das dich der widdersacher nit der mal eyns ubirantwortte dem richter, un d. richter ubirantworte dich dem diener, un werdist yn den kercker geworffen, warlich ich sage dyr, du wirst nit von dannen erauzs komen, bis du auch den leizten heller bezalest.

To this I add two specimens in which the superiority of Luther’s version

is more apparent.

GEN. 1:1-3.

THE KOBURGER BIBLE OF NURNBERG, 1483.

In dem anfang hat got beschaffen hymel und erden. aber dye erde was eytel und leere. und die vinsternus warn auff dem antlitz des abgrunds. ond der geist gots swebet oder ward getragen auff den wassern. Un got der sprach. Es werde dz liecht. Un das liecht ist worden.

LUTHER’S BIBLE, ED. 1535.

Im anfang schuff Gott himel und erden. Und die erde war wiist und leer, und es war finster auff der tieffe, und der Geist Gottes schwebet auff dem wasser.

Und Gott sprach. Es werde liecht. Und es ward liecht.

§ 62. LUTHER’S TRANSLATION OF THE BIBLE.

1 Cor. THE STRASSBURG BIBLE OF 1485.

Ob ich rede inn der zungen der engel ond der menschen; aber habe ich der lieb nit, ich bin gemacht alls ein glockenspeyss lautend oder alls ein schell klingend. Vnd ob ich hab die weissagung und erkenn all heimlichkeit und alle kunst, und ob ich hab allen glauben, also das ich uibertrag

13:1, 2. LUTHER’S NEW TESTAMENT, 1522,

Wenn ich mit menschen und mit engelzungen redet und hette die! liebe nit,? so ware ich ein ténend ertz oder ein klingende schell.2 Und wenn ich weissagen kiindt, onnd wiiste alle geheymnuss vond alle erkantniiss, und hette allen glauben, also das ich berg versetzete, und hett der liebe nicht, so

die berg, habe ich aber der lieb nit, | were ich nichts.

ich bin nichts.

1 Ed. of 1535: der. 3 Ed. of 1535: nicht. ὃ Later eds.: eine... schelle.

The precise origin of the medizval German Bible is still unknown. Dr. Ludwig Keller of Miinster first suggested in his Die Reformation und die alteren Reformparteien, Leipzig, 1885, pp. 257-260, the hypothesis that it was made by Waldenses (who had also a Romanic version); and he tried to prove it in his Die Waldenser und die deutschen Bibeliibersetzungen, Leipzig, 1886 (189 pages). Dr. Hermann Haupt, of Wiirzburg, took the same ground in his Die deutsche Bibelibersetzung der mittelalterlichen Waldenser in dem Codex Teplensis und der ersten gedruckten Bibel nachgewiesen, Wiirzburg, 1885 (64 pages); and again, in self-defense against Jostes, in Der waldensische Ursprung des Codex Teplensis und der vor-lutherischen deutschen Bibeldrucke, Wiirzburg, 1886. On the other hand, Dr. FRANZ JOSTEs, a Roman Catholic scholar, denied the Waldensian and defended the Catholic origin of that translation, in two pamphlets: Die Waldenser und die vorlutherische Bibeliibersetzung, Minster, 1885 (44 pages), and Die Tepler Bibeltibersetzung. Hine zweite Kritik, Minster, 1886 (43 pages). The same author promises a compiete history of German Catholic Bible versions. The question has been discussed in periodicals and reviews, e.g., by Kawerau in Luthardt’s ‘‘ Theol. Literaturblatt,’? Leipzig, 1885 and 1886 (Nos. 32-34), by Schaff in the New York “ Independent”’ for Oct. 8, 1885, and in the ‘‘ Presbyterian Review” for April, 1887, pp. 355 sqq.; by Kolde, in the ‘‘ Gottinger Gelehrte Anzeigen,’’ 1887, No. I.; by Miiller in the ‘‘ Studien und Kritiken,”’ 1887, No. ILI.; and Bornemann, in the “‘ Jahrb. f. Prot. Theol.,’’ 1888, 67-101.

The arguments for the Waldensian origin are derived from certain additions to the Codex Teplensis, and alleged departures from the text of the Vulgate. But the additions are not anti-Catholic, and are not found in the cognate Freiberger MS.; and the textual variations can not be traced to sectarian bias. The text of the Vulgate was in greater confusion in the middle ages than the text of the Itala at the time of Jerome, nor was there any authorized text of it before the Clementine recension of 1592. The only

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