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History of the Christian Church • VOLUME 8

194 THE SWISS KEFOIIMATION.

['Schaff, Philip, 1819-1893', 'Schaff, David Schley, 1852-'] • Public-domain historical edition in the United States (published 1889); OCR from Internet Archive scan

194 THE SWISS KEFOIIMATION.

ture from tlie truth. Mutual recrimination was again prohibited, as in 1529.1

2. Both parties retain their rights and liberties in the

1 The following is the Swiss-German text of the first article (Bluntschli, II. 271), which may be compared with the first article of the Peace of 1529 (see above, p. 171 sq.) : " Zum ersten sollent unci wollent Wir, die von Zurich, unsre getrdwe Hebe Eydqenossen von den V Orten [i.e. the Five Forest Cantons of the old confederacy], dessglichen auch ihr lieb Mitburrjer mid Landliit von Wallis vnd alle ihre Mitliaften, si sijegent geistlich oder weltlich, by ihrem waaren ungezwyffleten, christenlichen Glauben jetzt und hernach in ihren eignen Stddten, Landen, Gebieten und ^Herrlichkeiten gdnzlich ungearguirt und ungedisputirt blgben lassen, all boss Fiind, Uszilg, Gefahrd und Arglist vermieden und hintangesetzt. — Hinloiderum so wollent Wir, von den V Orten, unser Eydgnossen von Zurich und ihre eigne Mitverwandten by ihrem Glauben auch blyben lassen. Wir von den V Orten behaltend uns in diesem Frieden Inter vor alle, die uns sampt und senders mit Burg und Landrecht, auch in under Wag verwandt sind, auch all die, so uns Hilf, Rath, Bystand tind Zuzug bewiesen und gethan, also dass die harin luter mit uns begriffen und verfaszt syn sollent. — Hinwiederum so behaltent Wir von Ziirich uns vor, das die, so uns Hilf, Rath, Bystand und Zuzug gethan vor und in disem Krieg es sye in Abschlagung der Projiant joder in ander Weg, dass die auch in diesem. Frieden vergrijfen syn sollent. — Wyter so behaltend Wir, von den V Orten uns vor und durgent luter us, die us den fryen Aemptern im Ergouw, Bremgarten, und Mellinqen, so sich denen von Bern anhdngig gemacht, ihnen zuzogen, und, uns zu iiberziehen, Vorschub gethan, dessglychen sie die Berner noch ufenthaltend, desshalben ihnen viellichter der Frieden nit annehmlich syn, zudem unsser Nothdurft zu Usfuhrung des Kriegs gegen den Berneren ivill erfurderen, dass man dasselbst Durchzug huben mocht, desshalb wir sie jetzmalen zu diesem Frieden nit begriffen lassent. Dessglychen behaltend Wir auch luter vor, die von Rapperschwyl, Toggenburg, Gastern und die von Wesen, so unsser Eydgnossen von Zurich nutzit angahnt noch verwandt sind, dass die in disem Frieden auch usgeschlossen und nit begriffen syn sollent, dock dass nach Gnaden und in ZiemlichJceit mit ihnen gehandlet werd, mit Straf oder mit Recht."

Bluntsclili (I. 337) thus comments on this article : "Auch jetzt wieder musste zundchst das Princip, dass beide Confessionen Geltung haben, das Princip der Paritdt, den verschiedenen eidgenossischen Stdnden geqeniiber anerkannt werden. Aber die Form, tvie das geschah, ivar verletzend filr die Reformirten. Es lag darin offenbar ein Hohn gegen diese, dass sie zu einem Vertrage ihre Zustimmung geben mussten, in welchem der katholische Glaube als der ' reine, unbeztveifelte, christliche Glaube,' die Confession der Reformirten dagegen nur als ^ ein Glaube,' schlechthin bezeichnet ward; ein Spott, der immerhin von ungleicher Wiirdigung der beiden Confossionen ausging und insofirn dem wahren Geiste des paritdtischen Staatsprincips widersprach. Diese Herabsetzung und Demiithigung der Reformirten lag zwar nur in dem Ausdruck, nicht in dem Inhalt dieser Bestimmung . Aber gerade darum loar sie um so weniger zu rechtfertigen. Sie reizte und erbitterte bloss den einen Theil, und kitzelte nur den Hochmuth des andern Theils. Wollte man ernstlich und auf die Dauer Frieden, so durfoe man nicht solcher Gehdssigkeit den Lauf lassen."

§ 50, THE ROMAN CATHOLIC REACTION. 195

common bailiwicks : those who had. accepted the new faith might retain it; but those who preferred the old faith should be free to return to it, and to restore the mass, and the images. In mixed congregations the church property is to be divided according to population.

Ziirich was required to give up her league with foreign cities, as the Five Cantons had been compelled in 1529 to break their alliance with Austria. Thus all leagues with foreign powers, whether papal or Protestant, were forbidden in Switzerland as unpatriotic. Ziirich had to refund the damages of two hundred and fifty crowns for war expenses, and one hundred crowns for the family of Kaiser, which had been imposed upon the Forest Cantons in 1529. Bern agreed in addition to pay three thousand crowns for injury to property in the territory of Zug.

The two treaties of peace agree in the principle of toleration (as far as it was understood in those days, and forced upon the two parties by circumstances), but with the opposite application to the neutral territory of the bailiwicks, where the Catholic minority was protected against further aggression. The treaty of 1529 meant a toleration chiefly in the interest and to the advantage of Protestantism ; the treaty of 1531, a toleration in the interest of Romanism.

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